Lyocell: 1989 benannte das Internationale Büro für industriell hergestellte Milchprodukte (BISFA) die durch das Verfahren hergestellte Faser offiziell als „Lyocell“. „Lyo“ leitet sich vom griechischen Wort „Lyein“ ab, was Auflösung bedeutet, und „Cell“ stammt vom englischen Wort „Cellulose“ (Zellulose). Die Kombination aus „Lyocell“ und „Cellulose“ bezeichnet Zellulosefasern, die mittels Lösungsmittelextraktion hergestellt werden.
Lyocell bezeichnet daher speziell Cellulosefasern, die mit NMMO als Lösungsmittel hergestellt werden.
Lyocell: Lyocell ist die wissenschaftliche Bezeichnung für die neuartige, lösungsmittelregenerationsbasierte Zellulosefaser und gleichzeitig die internationale Oberbezeichnung. Sie gehört zu einer großen Kategorie und ist mit Fasern wie Baumwolle, Seide usw. vergleichbar.
Lyocell ist eine brandneue Faser, die aus Nadelholzpulpe im Lösungsmittelspinnverfahren hergestellt wird. Sie vereint den Tragekomfort von Baumwolle, die Strapazierfähigkeit von Polyester, die luxuriöse Eleganz von Wolle und den einzigartigen Griff und weichen Fall von Seide. Ob trocken oder nass, sie ist extrem formbeständig. Im nassen Zustand ist sie die erste Zellulosefaser mit einer Nassfestigkeit, die Baumwolle deutlich übertrifft. 100 % reine Naturmaterialien und ein umweltfreundliches Herstellungsverfahren ermöglichen einen Lebensstil, der auf dem Schutz der Natur basiert, die Bedürfnisse moderner Konsumenten vollumfänglich erfüllt und einen Beitrag zum Umweltschutz leistet. Lyocell kann daher als die grüne Faser des 21. Jahrhunderts bezeichnet werden.
Klassifizierung von Lyocell
1. Standardtyp Lyocell-G100
2. Vernetztes Lyocell-A100
3.LF-Typ
Technologische Unterschiede bei diesen drei Typen
TencelG100-Verfahren: Holzpulpe NMMO (methyloxidiertes Marin) gelöst Filtration Spinnen Koagulationsbad Koagulationswasser Trocknung Kräuselung in Fasern geschnitten.
TencelA100-Verfahren: Vernetzerbehandlung der ungetrockneten Filamentbündel, Hochtemperaturbacken, Waschen, Trocknen und Kräuseln.
Aufgrund der unterschiedlichen Behandlungsmethoden lässt sich feststellen, dass die Fasern von G100 Tensilk beim Bedrucken und Färben von Rohgewebe Wasser aufnehmen und aufquellen. Dadurch neigen sie zur Fibrinisierung und die Oberfläche erhält eine samtige, leicht frostige Optik. G100 Tensilk wird hauptsächlich für Klöppelarbeiten verwendet. A100 Tensilk hingegen findet aufgrund der Vernetzung der Fasern und der dadurch dichteren Faserbindung vorwiegend Anwendung in der Freizeit-, Berufs- und Unterwäschebranche sowie bei Strickwaren. Die Stoffoberfläche bleibt während der Behandlung stets glatt und neigt auch nach häufigem Waschen nicht zum Pilling. LF Tensilk liegt leistungsmäßig zwischen G100 und A100 und wird hauptsächlich für Bettwäsche, Unterwäsche, Heimtextilien und Strickwaren eingesetzt.
Darüber hinaus ist erwähnenswert, dass A100 aufgrund des enthaltenen Vernetzungsmittels nicht merzerisiert werden kann und die Behandlung meist unter sauren Bedingungen erfolgt. Eine alkalische Behandlung würde zu einer Umwandlung in Standard-Tencel führen. Kurz gesagt, A100-Tagesseide ist von Natur aus sehr glatt, sodass eine Mercerisierung nicht notwendig ist. Die A100-Faser ist säurebeständig, aber alkalibeständig.
Allgemeine Anwendung von Lyocell:
Für Denim werden folgende Garnfeinheiten verwendet: 21s, 30s, 21s Slub, 27,6s Slub
Für die Herstellung von Bettbezugsstoffen werden Garnstärken von 30, 40 und 60 verwendet.
Veröffentlichungsdatum: 27. Oktober 2022